UnitedHealth: Q1-Zahlen besser als erwartet
Mit einem Zuwachs von knapp 7 Prozent war die Aktie von UnitedHealth am Dienstag der stärkste Wert im US-Leitindex Dow Jones. Der grösste private Krankenversicherer der USA öffnete seine Bücher zum ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs und konnte die Marktteilnehmer mit dem Vorgelegten anscheinend überzeugen.

Mit einem Zuwachs von knapp 7 Prozent war die Aktie von UnitedHealth am Dienstag der stärkste Wert im US-Leitindex Dow Jones. Der grösste private Krankenversicherer der USA öffnete seine Bücher zum ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs und konnte die Marktteilnehmer mit dem Vorgelegten anscheinend überzeugen. Auch seit Jahresanfang notiert die Aktie nun wieder im Plus und kratzt bereits am Jahreshoch.
Der US-Krankenversicherer UnitedHealth hat ein schwieriges Jahr 2025 hinter sich. Zwar zeigte er im vergangenen Geschäftsjahr ein starkes Umsatzwachstum – die Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um gut 12 Prozent auf 447.6 Milliarden US-Dollar –, doch ging der Gewinn aufgrund steigender Kosten im US-Gesundheitssystem sowie regulatorischen Drucks kräftig zurück. So brach der operative Gewinn von über 32 Milliarden Dollar auf rund 19 Milliarden Dollar ein. Die operative Marge hat sich von zuvor 8.1 auf 4.2 Prozent sogar nahezu halbiert. Der Markt nahm die Zahlen im Januar fast schon geschockt auf und schickte die UnitedHealth-Aktie im Anschluss um beinahe 20 Prozent in den Keller.
Der Krankenversicherer leitete daraufhin einen umfassenden Umbau ein und drehte seither an einigen Stellschrauben. So zog er sich aus weniger profitablen Aktivitäten zurück. Zu nennen ist hier vor allem der bewusste Rückzug aus unrentablen Medicare-Verträgen. Zur Info: Medicare ist ein staatliches Krankenversicherungsprogramm in den Vereinigten Staaten, das sich vor allem an ältere Menschen sowie bestimmte Gruppen mit Behinderungen richtet. Gleichzeitig fokussierte sich der Konzern wieder mehr auf das Kerngeschäft in den USA. Das Kerngeschäft ist nicht nur „Versicherung“, sondern ein integriertes Gesundheits-Ökosystem – vom Versicherungsvertrag bis hin zu Abrechnung und Datenanalyse. Genau dieses Modell unterscheidet UnitedHealth von vielen klassischen Versicherern und ist zentral für seine Marktstellung in den USA. Zudem investierte UnitedHealth rund 1.5 Milliarden Dollar in die Digitalisierung und in Künstliche Intelligenz (KI).
Klare Verbesserungen im ersten Quartal
Das gerade abgelaufene erste Quartal des neuen Geschäftsjahrs zeigte bereits klare Verbesserungen, insbesondere bei der Profitabilität. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Auftaktquartal des Vorjahrs zwar nur leicht um 2 Prozent auf 111.7 Milliarden Dollar gesteigert werden, doch hatten Analysten sogar mit einem leichten Rückgang gerechnet. Der operative Gewinn sank nur noch leicht um 1 Prozent auf 8.99 Milliarden Dollar. Die operative Marge kletterte damit wieder über die Marke von 8 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie in Höhe von 7.23 Dollar lag erheblich über der Marktprognose von 6.76 Dollar. Eine für den Markt ebenfalls wichtige Kennziffer ist das sogenannte Medical Cost Ratio (MCR), das zeigt, wie viel von den eingenommenen Beiträgen für medizinische Leistungen ausgegeben wird. UnitedHealth wies für das erste Quartal ein MCR von 83.9 Prozent aus, was deutlich unter der durchschnittlichen Markterwartung von 85.0 Prozent lag. Im Anschluss erhöhte der Versicherer noch seine Prognose für das Gesamtjahr und peilt nun einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 18.25 Dollar an (zuvor 17.75 Dollar).
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