15. April 2026

Micron: Zahlen und Ausblick atemberaubend

Der KI-Boom will einfach nicht enden. Zwar zeigte sich der Markt zuletzt gegenüber Unternehmen skeptisch, die weiter Milliardenbeträge in neue Rechenzentren für KI-Anwendungen investieren, doch brummt bei Komponentenherstellern weiterhin das Geschäft.

Micron: Zahlen und Ausblick atemberaubend

Die Aktie des Mannheimer Softwarekonzerns SAP hat schwierige 15 Monate hinter sich. Im Februar 2025 erreichte das Papier bei 283,50 Euro noch ein neues Rekordhoch, ehe eine Abwärtsbewegung einsetzte, die die Aktie erst vor wenigen Tagen auf ein 28-Monats-Tief bei 135,44 Euro absacken liess. Vom Hoch hatte sich die Aktie somit mehr als halbiert. Zum einen reagierte der Markt auf ein sich veränderndes Zinsumfeld. Softwaretitel reagieren besonders empfindlich auf Zinsängste, da der heutige Wert zukünftiger Gewinne bei steigenden Zinsen sinkt. Doch an der Börse wird die Zukunft gehandelt und daher wurden die teils hohen Bewertungen der Unternehmen korrigiert.

Hinzu gesellte sich die Angst vor einem immer höher werdenden Einfluss Künstlicher Intelligenz (KI). Der Markt befürchtet, dass generative KI und sogenannte KI-Agenten Teile klassischer Unternehmenssoftware ersetzen könnten. Die Aktien von Softwareunternehmen, deren Produkte relativ leicht durch KI automatisiert werden könnten, gerieten daher besonders unter Druck. In diesem Sog wurde auch die SAP-Aktie mit nach unten gezogen, obwohl die SAP-Software nicht so ohne Weiteres und schon gar nicht innerhalb kürzester Zeit ersetzt werden kann.

SAP erwirtschaftet den Grossteil seiner Erlöse mit Unternehmenssoftware für Finanzen, Logistik, Personalwesen und Reporting, die bei mittelgrossen und grossen Unternehmen weltweit eingesetzt wird. Historisch basierte das Geschäft stark auf Lizenzen und Wartungsverträgen, doch seit einigen Jahren verlagert sich der Schwerpunkt in Richtung Cloud-Subskriptionen und Plattformdienste, die wiederkehrende Umsätze generieren. Unternehmen können Funktionen in Bereichen wie Finanzbuchhaltung, Supply-Chain-Management oder Beschaffung modular nutzen, was die Einbindung in bestehende IT-Landschaften erleichtert. Dieses modulare Konzept ermöglicht es SAP, zusätzliche Services und Upgrades dauerhaft zu vermarkten, was die Bindung der Kunden traditionell relativ hoch hält.

Von daher schaut der Markt seit Jahren verstärkt auf das sogenannte Cloud-Wachstum, dass im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres durchaus überzeugen konnte. Der Gesamtumsatz stieg im Jahresvergleich um 6 Prozent auf 9,56 Milliarden Euro, was die durchschnittlichen Markterwartungen jedoch leicht verfehlte. Die operative Dynamik wurde dabei vor allem vom Cloud-Geschäft getragen, dessen Erlöse um 19 Prozent auf 5,96 Milliarden Euro zulegten. Währungsbereinigt wuchs das Cloud-Geschäft sogar um 27 Prozent. Der aktuelle Cloud-Auftragsbestand wuchs währungsbereinigt um 25 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro.

Starke Cloud-Dynamik

In einer ersten Reaktion geriet die Aktie unter Druck, konnte sich in den vergangenen Tagen jedoch wieder kräftig erholen. Trotz der leicht verfehlten Umsatzziele hielt SAP an seinem Ausblick für das Gesamtjahr 2026 fest und prognostiziert eine anhaltend starke Cloud-Dynamik. Das Unternehmen erwartet Cloud-Umsätze in Höhe von 25,8 Milliarden bis 26,2 Milliarden Euro was einem währungsbereinigten Wachstum von 23 bis 25 Prozent entspricht. SAP befindet sich in einem Übergang von Lizenzverkäufen zu Cloud-Subskriptionen, wobei es darauf ankommt, dass der Zuwachs an wiederkehrenden Cloud-Erlösen die rückläufigen klassischen Lizenzumsätze überkompensiert. Aktuell ist dies noch der Fall. Bleibt dies auch künftig so, dürfte der zuletzt eingepreiste Pessimismus wieder korrigiert werden.

Charttechnik zu Micron

Micron Technology

Stand: 14.04.2026; Quelle: investing.com

Möglicherweise ist der Hype um die Micron-Aktie, die gestern mit einem Zuwachs von 39.10 US-Dollar oder 9.17 Prozent auf 465.66 Dollar klar stärkster Wert im Technologie-Leitindex Nasdaq-100 war, noch nicht vorbei. Mit dem Überqueren des Januar-Hochs bei 455.50 Dollar hat sich das Chartbild weiter aufgehellt. Und es könnte zusätzlicher Rückenwind anstehen, denn die Aktie ging gestern nur wenige Dollar unter dem Rekordhoch vom 18. März bei 471.34 Dollar aus dem Handel. Ein Überqueren des Hochs würde ein neues Kaufsignal generieren und weiteres Aufwärtspotenzial eröffnen. Vertraut man den Einschätzungen einiger Analysten, hat die Aktie noch reichlich Aufwärtspotenzial. Wird das Januar-Hoch bei 455.50 Dollar hingegen wieder unterschritten, taucht die nächste verlässliche Unterstützung an der aktuell bei 403.79 Dollar verlaufenden 50-Tage-Linie auf.

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Micron
ISIN: US5951121038

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