Silber offenbart mittelfristiges Chance-Risko-Potenzial
Silber offenbart mittelfristiges Chance-Risko-Potential.

Nach dem erfolgreichen Ausbilden eines Vierfachbodens bei knapp unterhalb der 20 USD-Marke und der darauffolgenden Aufwärtsbewegung schwächelt der Silberpreis Ende März schon wieder ein wenig. Woran kann das liegen? Wurden doch auch jüngst sämtliche Gleitenden Durchschnitte nachhaltig überhandelt. Somit sollte doch der charttechnischen V-Ausbildung bis hin zu 24.57 US-Dollar nichts mehr im Wege stehen. So möchte man zumindest meinen. Zudem wurden auch sämtliche Fibonacci-Retracements, die sich aus der jüngsten Februar/März-Abwärtsbewegung ergeben hatten, wieder zurückgewonnen. Aktuell befindet sich das 38,2 % Retracement im Test. Es verläuft bei 22.79 USD.
Was macht derweil die Markttechnik? Der Trendfolgeindikator MACD ist zwar noch ansteigend scheint sich aber vor einem Drehmoment nach unten zu befinden. Das könnte die aktuelle Abschwächung des am 09.03.2023 begonnenen Aufwärtsmoves ebenfalls bremsen. Dadurch kommt dem Test der 22.79 USD auch von der Seite gewichtige Bedeutung zu. Leichte Entwarnung signalisiert dagegen die Slow-Stochastik. Diese hat den „überkauften“ Bereich schon wieder verlassen und könnte im Gegensatz zum MACD kurz vor einem kurzfristigen Kaufsignal stehen. Auch hierfür steht und fällt das Ganze mit dem Support bei 22.79 USD.
Was bedeutet das Alles nun für den Start in den April für das zweitwichtigste Edelmetall nach Gold? Der primäre Fokus gilt dabei den besagten 22.79 USD. Hält diese Unterstützung, dann ergibt sich durchaus mittelfristiges Potential bis zu 24.57 USD (V-Ausbildung). Fällt die 22.79 USD, dann bildet das 61,8 % Fibonacci Retracement bei 21.66 USD eine gute Unterstützungslinie. Somit ist auch das mittelfristige Chance-Risiko-Verhältnis definiert. Noch dazu, weil auch die 38-Tage-Linie sowie das Mittlere Bollinger-Band ebenfalls im Bereich des 61,8 % Fibonacci-Retracements tendieren.
Fazit: Der Silberkurs hat somit folgendes mittelfristiges Chance-Potential: Plus 7,81 Prozentpunkte. Das mittelfristige Risiko-Potential: Minus 4,96 Prozentpunkte.
Infos zum Autor:
Martin Utschneider leitet die Technische Kapitalmarktanalyse der renommierten Privatbank “Donner & Reuschel”. Er verfügt über umfassende Erfahrung in der Wertpapierbetreuung internationaler Private Banking- und Wealth Management-Klientel. Seine Analysen und redaktionelle Beiträge werden in zahlreichen Medien und führenden Finanzportalen veröffentlicht.
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